Nach einstimmigem Beschluss von Vorstand und Beirat wurde auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Holzheim Pfarrer i.R. Josef Ring zum Ehrenmitglied ernannt.
Nach der Laudatio von Geschäftsführer Peter Schornstein auf den früheren Ortsgeistlichen, der sich seit vorigem Herbst im wohlverdienten Ruhestand befindet, gab es stürmischen Applaus. Schornstein hob das Engagement Rings für Holzheim und den Heimatverein hervor und betonte, dass mit der Ernennung Rings zum Ehrenmitglied von vornherein einer inflationären Entwicklung der Ehrenmitgliedschaft begegnet werde. Die Latte für spätere Ernennungen liege sehr hoch.
Vorsitzender Heinz Kramer hatte die Jahreshauptversammlung eröffnet, und nach der Begrüßung übernahm sein Stellvertreter Willy Lohkamp das Kommando, gedachte der Verstorbenen des vergangenen Jahres und führte durch die umfangreiche Tagesordnung.
Im Geschäftsbericht des Vorstandes beleuchtete Schornstein die Highlights 2007, zu denen vor allem die Errichtung der Ludgerus-Stele auf dem Kirchenvorplatz zählt. Durch den frühen Tod von Bauprojektleiter Heinz Josef Schnitzler, dessen Rolle nun seit einem halben Jahr Kurt Bartel ausfüllt, sind einige Planungen aber nicht ganz glücklich verlaufen. So musste das Projekt „Erinnerungsmal an das Zugunglück von 1937“ neu in Angriff genommen werden. Aber auch dort zeichne sich mit prominenter Beratung von Professor Anatol Herzfeld und nach einem fruchtbaren Gespräch im Kulturamt der Stadt Neuss eine baldige Lösung ab, so Schornstein.
Ausdrückliche Anerkennung für das heimatliche Engagements des Vereins ist die Verleihung des Heimatpreises 2007 vom Kreisheimatbund Neuss gewesen. 28 Neumitglieder wurden aufgenommen.
Ausführliche Berichte aus den Arbeitskreisen Archäologie und Geschichte, Kultur, Mundart und Theater, Internet, Schule, Bauprojekte, Fahrradgruppe, Werkstatt, Partnerschaften Holzheim sowie Archiv und Literatur kamen beim interessierten Auditorium gut an. Lohkamp bedankte sich besonders bei der Werkstattgruppe, die in Eigenregie alle Bänke auf dem Holzheimer Friedhof grundsaniert und weitere im Ortsmittelpunkt aufgestellt hat. Mit diesem vorbildlichen Einsatz habe man den städtischen Haushalt um mehrere tausend Euro entlastet.
Schatzmeister Heinz Bloemacher wartete mit einem ausführlichen und übersichtlichen Kassenbericht auf, der eine gesunde Finanzsituation des Vereins auswies. Dies bestätigten auch die Kassenprüfer Johannes Krings und Heidrun Schorreck und bescheinigten eine überaus korrekte Kassenführung. Und somit stand auch einer einstimmigen Entlastung des Vorstandes nichts im Wege.
Als neue Kassenprüfer wurden Gertrud Werle, Matthias Kirch und Johannes Krings gewählt. Und während unter Punkt „Verschiedenes“ noch einige Themen behandelt wurden, hatten schon fleißige Hände zum Abschluss das traditionelle Brezelessen „mött Kruck un Botter“ vorbereitet.