Durch die Eifel nach Luxemburg (27.09.2008)


Beim Jahresausflug des Heimatvereins strahlten die Sonne und die Teilnehmer um die Wette. Durch das sommerliche Wetter am ersten Herbstwochenende war Hochstimmung garantiert und eine Grundbedingung für einen schönen, gemeinsamen Tag erfüllt. Für ein interesbild2santes, ausgewogenes Programm hatte die Stabsführung um Peter Schornstein gesorgt, und so starteten die Heimatfreunde in drei Komfortbussen erwartungsvoll in die Eifel, wo im Partnerörtchen Holzheim/Mechernich im „Brunnenhof“ ein opulentes Frühstücksbüfett wartete.

Dazu hatte sich auch die Spitze der Dorfgemeinschaft mit Ortsvorsteher Jochen Emonds und dem Ansprechpartne
r für die Holzheimer „Partnerschaften“ Lambert Hilgers eingefunden, die die Gäste von der Erft herzlich begrüßten. Partnerschaftskomiteemitglied Gerd Auweiler bedankte sich im Namen aller für den freundlichen Empfang und verwies auf die intensiven Beziehungen der beiden Orte mit gleichen Namen.
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Nach der Stärkung wurde dann das älteste Städtchen des Großherzogtums Luxemburg angesteuert: Echternach feiert in diesem Jahr den 1350. Geburtstag des Hl. Willibrord, dem zu Ehren jährlich am Pfingstdienstag die weit bekannte Springprozession durch den Ort zieht. Über15000 Pilger und über 50 Musikkappellen, die alle zum „Springen“ die gleiche Polka-Melodie ertönen lassen, beteiligen sich immer an dem Ereignis, das an der ehemaligen Benediktiner-Abtei beginnt und in der Basilika am Grab des Heiligen endet. Nach dem Besuch der ehrwürdigen Ruhestätte des Heiligen wurde auch ein Rundgang im Abteimuseum angeboten.
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Hier sind viele Faksimiles des bedeutenden, mittelalterlichen Echternacher Skriptoriums zu besichtigen, darunter auch der um 1050 n.Chr. entstandene Codex Aureus mit einem heutigen Wert von etwa 40 Millionen Euro. Etwa 70 Kälber mussten für die Herstellung der Buchseiten ihr Leben lassen, zig Tonnen Purpurschnecken mussten ihren Farbstoff hergeben, und eine Menge Blattgold wurde damals verwendet. Außerdem luden die zahlreichen Straßencafés rund um den Daenzelt, dem mittelalterlichen Dingstuhl und heutigen Rathaus des gastfreundlichen Städtchens zum Verweilen ein.

bild3Nach kurzer Fahrt erreichte man dann Luxemburg(Stadt), einen der wichtigsten Finanzplätze Europas mit zzt. 163 ansässigen Bankniederlassungen, die meisten in dem noch jungen Bankenviertel mit anspruchsvoller Architektur. Dem gegenüber bezeugen die rustikalen Kasematten, die trutzigen Verteidigungsanlagen, die auch Weltkulturerbe der UNESCO sind, eine reiche geschichtliche Vergangenheit. Die Stadtführung endete in der Altstadt, wo pulsierendes Leben Plätze und Straßen erfüllte und noch allen Zeit für Individualitäten blieb, bevor die Rückreise über Bitburg mit Aufenthalt und Abschlussessen im Bitburger Brauereiausschank „Eifelbräu“ angetreten wurde. Zufrieden, bestens gelaunt und angetan von einem schönen Tag erreichte die Busflotte dann am späten Abend den Heimathafen Holzheim.