Christkindlesmarkt in Nürnberg (28. - 30.11.2008)

bild1Der zweite mehrtägige Ausflug des AK „Partnerschaften Holzheim“ in diesem Jahr führte die reiselustige Abteilung des Heimatvereins in die Frankenmetropole Nürnberg, in deren äußerstem Süden an der Grenze zu Schwabach der kleine beschauliche Stadtteil „Holzheim“ im Bezirk Reichelsdorf/Mühlhof liegt.

Die agile Ansprechpartnerin Ute Lingl hatte die Gäste aus dem Rheinland um AK-Leiter Peter Schornstein und den Partnerschaftskomiteemitgliedern Gerd Auweiler, Hans und Marita Creutz und Willi Oberbach zu einem Besuch des Frankenlandes in der vorweihnachtlichen Zeit eingelade
n und ein attraktives Programm vorbereitet. Das begann mit einer herzlichen Begrüßung im Gasthof – Metzgerei Drexler, wo die über 40-köpfige Reisegesellschaft auch bestens für drei Tage untergebracht war. Interessant wurde es danach im nahen Stadtmuseum Schwabach bei einer Goldschlägervorführung, die den Zuschauern nahe brachte, wie aufwendig die 5.000 Jahre alte Technik der Herstellung von Blattgold ist.

Außerdem waren auf 800 m2 altes Spielzeug und Modelleisenbahnen von Fleischmann zu bestaunen, die auch bild2die Herzen der älteren Mitreisenden schneller schlagen ließen. Denn schließlich ließen sich die Züge auf den Schienen und in verschiedenen Spuren sowie die Carrera-Bahnen auf Knopfdruck bedienen. Zum Bestand des Museums zählt auch die mit über 6.000 Stück größte Schmuckeiersammlung Europas, die beim Betrachter pure Begeisterung hervorruft. Am Abend war dann nach dem Weihnachtsmarktbesuch in Reichelsdorf die Begegnung der Holzheimer Freunde im Sportheim des TSV Mühlhof, einer Glubberer-Hochburg, angesagt.

Der Samstag war dann ganz für den Besuch der Nürnberger Innenstadt reserviert. Die ehemalige Freie Reichsstadt steht ganz im Zeichen der Burg, zu der auch ein Stadtrundgang führte. Nach einer Stadtrundfahrt mit dem Ehepa
bild3ar Helmut und Ute Lingl wurden die Holzheimer ganz herzlich im Historischen Rathaus von Bürgermeister-Stellvertreter Kilian Sendner begrüßt und durch die Große Empfangshalle, dem alten Sitzungssaal, die Räumlichkeiten der CSU-Fraktion des Nürnberger Rates bis in den schmuckvollen „Schönen Saal“ geführt, wo Peter Schornstein sich im Namen der Mitgereisten für das inoffizielle partnerschaftliche Miteinander bedankte und noch einmal den Gründungsanlass der „Partnerschaften Holzheim“ mit 21 gleichnamigen Gemeinden und Orten vor mittlerweile über zehn Jahren vorstellte. Die Stadt Nürnberg pflegt 16 offizielle Partnerschaften in aller Welt, aber diese ungewöhnlichen Holzheimer Verbindungen waren selbst dem Bürgermeister-Stellvertreter neu, und er zeigte sich sehr beeindruckt.

Aber dann ging’s nach nebenan auf den weltberühmten Christkindlesmarkt mit Glockenspiel und „Schönem Brunnen“, mit dessen Goldring sich durch Drehen ein geheimer Wunsch erfüllen soll, mit typischer Nürnberger Rostbratwurst, Glühwein und Herzhaftem von Lebkuchen Schmidt sowie weihnachtlichem Zubehör. Das Original Nürnberger Christkindl erlebte man aber erst tags darauf auf dem überschaubaren Reichelsdorf/Mühlhofer Weihnachtsmarkt, wo es den Prolog wiederholte und mit Gefolge die Wuns
bild4chzettel der Kinder in Empfang nahm. Typisch Fränkisches lernten die Rheinländer auch im Heilig Geist Spital und im Brandenburger Wirtshaus kennen, wo Willi Oberbach zur Stärkung reserviert hatte.

Nach drei ausgefüllten Tagen bei trockenem, winterlichem Wetter mit viel Sonne wurde dann die Heimreise an die Erft angetreten, das Versprechen der Holzheimer aus Nürnberg im Gepäck:

Wir sehen uns bald wieder!

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