Auf den Spuren des Hl. Liudger - Reliquie für Holzheim?


Anlässlich des 1200. Todestages des Hl. Liudger am 26. März besuchte der AK "Kultur" die Grabstätte des Heiligen in der Krypta der Abteikirche in Essen-Werden. Nach Empfang des Reisesegens von Diakon Klaus Roginger in der Holzheimer Pfarrkirche St. Martinus war auch schon nach einer knappen Stunde Pilgerfahrt per Bus, während der Bernd Gerigk umfangreich aus der Vita Liudgers vortrug und geschichtliche Zusammenhänge erklärte, das Ziel an der Ruhr erreicht. Mit einem eindrucksvollen Pontifikalamt eröffnete der Essener Weihbischof Ludger Schepers das Liudger-Gedenkjahr und rief die Gläubigen auf, getreu dem Motto "In der Spur des Glaubens" zu bleiben. Anschließend lud dann die Communitas St. Ludgeri mit ihrem Ehrenvorsitzenden Rudolf Ludger Schütz zu einem Rundgang durch die nach dem Brand im Februar 2008 gerade wieder eröffnete Schatzkammer der ehemaligen Werdener Benediktiner-Abtei mit ihren vielen mittelalterlichen Dokumenten und Kunstwerken ein. Während dieser Gelegenheit übergab Peter Schornstein ein Bittgesuch um Überlassung einer Reliquie des Hl. Liudger, durch den Holzheim erstmalig am 2. Mai 801 urkundlich erwähnt wurde, an die Adresse des vakanten Essener Bischofs. Das Bittgesuch für die Reliquie, die in der Holzheimer Pfarrkirche verwahrt werden und an Rhein, Erft und Gillbach die Erinnerung an den Heiligen und sein Tun und Wirken für immer wach halten soll, fand in der heimischen Bevölkerung große Unterstützung. Bis aber der neue Essener Bischof ernannt wird und die Nachfolge des nach Münster berufenen Dr. Felix Genn antritt, können noch einige Monate vergehen und somit auch die Entscheidung, ob dem Holzheimer Wunsch stattgegeben wird. In dem neuen Gedenkbuch zum 1200. Todestag des Hl. Liudger ist die Holzheimer Ludgerus-Stele aus dem Jahre 2007 abgebildet. Außerdem wird aus dem Essener Urbar häufig der Ort "Ad Crucem" (Am Kreuz; Gruissem ?) zitiert, an dem Kauf, Tausch oder Schenkung von Ländereien verhandelt und getätigt wurden. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in den "Domstuben", während dessen sich AK-Leiter Willy Lohkamp bei allen für die zahlreiche und rege Teilnahme bedankte, wurde dann wieder die Heimreise von der Ruhr zurück an die Erft angetreten.